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Tag 4
Die Feuchtgebiete im Vejlerne
Am vierten Tag, zurück in Thy, muss man eines der wichtigsten Vogelgebiete Nordeuropas erleben. Die Möglichkeiten, Vögel zu beobachten, sind in den Feuchtgebieten exzeptionell – nicht weniger als 9 Beobachtungsunterstände wurden bisher an ausgewählten Standorten im Gebiet aufgestellt (siehe Prospekt über Beobachtungsunterstände in den Feuchtgebieten). Das Vogelleben in den Feuchtgebieten wird wahrscheinlich an keinem anderen Ort in Dänemark übertroffen. Salzgraswiesen, Röhrichte und die seichten Seen bieten einer phantastischen Auswahl an Vogelarten Lebensraum. Alle Watvögel, die man mit den dänischen Salzgraswiesen verbindet, brüten in den Feuchtgebieten: Rotschenkel, Alpenstrandläufer, Kiebitz, Uferschnepfe, Kampfläufer, Säbelschnäbler und Austernfischer. Hinzu kommen im Frühjahr und Herbst Massen an Zugvögeln. Große Schwärme von Gänsen und Enten sind im Gebiet natürlich auch gang und gäbe. Schätzungsweise brüten hier allein über 1400 Paare der Graugans. Die Röhrichte bieten über 200 paukenden Rohrdommeln Platz. Dazu kommen Wasserrallen, Teichrohrsänger, Bartmeisen, Sumpfrohrsänger und Tüpfelsumpfhühner. Im offenen Teil des Röhrichts ist auch die Trauerseeschwalbe auszumachen.
Im Herbst dominieren die Entenvögel, während die Löffler den September hindurch da sind. Im Jahre 2005 gab es einen Bestand von 87 Löfflern. Gleichzeitig hat eine ständig steigende Anzahl von Kranichen begonnen, sich auf Bygholmengen zu versammeln. Mitte Oktober sind es über hundert Stück, die man am besten am Abend vom Beobachtungsunterstand Kraptårnet sehen kann. Kiebitze und Regenpfeifer sieht man in Scharen auf der Wiese, und alle Arten von Schwimmenten rasten dort im Herbst mit imponierenden Zahlen von Pfeif-, Stock- und Krickenten. Von der Atlingente wurden bis zu 300 Vögel auf einmal gesehen!